Mädels verstehen zu feiern

Die Mädchensitzung in Windhagen geizte nicht mit Höhepunkten - Begeistertes Publikum

Das stimmungsgeladene Publikum haute sogar den Spross von Wolfgang Petry um: Der Sänger wollte gar nicht mehr aus Windhagen weg.

 

WINDHAGEN. Die Karnevalsgesellschaft "Wenter Klaavbröder" packt die Luftballons, Girlanden und Narrenkappen wieder aus. Am Wochenende läuteten die Windhagener Jecken mit mehr als 750 gut gelaunten Gästen im Forum die fünfte Jahreszeit ein.

"Volles Haus, ausverkauft, was will man mehr", sagte Winfried Weiler, Vorsitzender der "Wenter Klaavbröder", zufrieden, als die bunt kostümierten Frauen zur beliebten "Mädchensitzung" in die Festhalle strömten. Und die sollten schon gleich zu Beginn auf ihre Kosten kommen: Bruce Kapusta, der Clown mit der Trompete, ließ in nur wenigen Minuten das Stimmungsbarometer von null auf hundert klettern. Da hatte Joachim Jung, alias "Lieselotte Lotterlappen" ein leichtes Spiel. Mit viel Witz und Humor wickelte er das Publikum um seinen kleinen Finger.

 

Das Raumschiff "Surprise" ließen die "Wenter Schwälbchen" starten und wirbelten mit einem tollen Tanz über die Bühne. Klar, dass es nicht nur die "jecken Weiber" von den Stühlen riss, auch Sitzungspräsident Alexander Manroth geriet schier aus dem Häuschen. Er konnte einen Höhepunkt nach dem anderen ankündigen. Beispielsweise die "Redner-Schule" von Martin Schopps. Als türkischer Büttenredner eröffnete er die "erste integrative Karnevalssitzung" und lud zum "Candlelight-Döner" ein. Und weil er genau weiß, was sich die Frauen wünschen - nämlich einen Mann, der mit ihnen shoppen geht - bekam er tosenden Applaus und konnte erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen.

 

Nummernboy "Chris D." zeigte sich immer wieder kurz und knackig und servierte den Damen im Forum kleine Appetithäppchen. Eine Nummer, von der jeder Sitzungspräsident träumt, konnte Alexander Manroth nach "zehn Jahren hinterher telefonieren" endlich ansagen: die Stimmungshits von Wolfgang Petry.

 

Mit "Verlieben verloren", "Weiß der Geier" oder "Wahnsinn" verwandelte der Sohn des Sängers, Achim Petry, das Forum in eine wahre "Hölle, Hölle, Hölle". Das Publikum zeigte sich textsicher und stand auf den Stühlen. "Hier will ich nie wieder weg", sagte Petry, der ganz begeistert von der Stimmung im Saal war. Keine Frage, dass der sympathische Sänger sofort für die Mädchensitzung im kommenden Jahr eingeladen wurde.

 

Ein ganz anderes Kaliber ist da Guido Hoss, der als "Mister Feinripp" auf die Bühne trat. Als Vertreter für Unterwäsche wollte er gerne seinen "Waschbrettbauch im Speckmantel" feilbieten. Er schonte die Lachmuskeln der Frauen nicht - warum auch? Sie genossen jede Minute, in der sie humorvoll verwöhnt wurden.

 

Zum närrischen Verwöhnprogramm trugen an diesem stimmungsvollen Abend auch die Grüne Garde und der TC Blau-Weiß bei. Charmant, akrobatisch und voller Elan wirbelten die Tänzer, die durch eine Fernsehwerbung schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben, über die Bühne. Ihr Lohn: eine Rakete für die Spitzenleistung. Die kölsche Band Brings sorgte abschließend mit ihren Hits für eine "Superjeile Zick" in der Windhagener Arena.   Beate Christ

 

Hier die Bilder von Günther Manroth:

 


 


 

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